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Sicherheitseinweisung für Gäste

Redaktion-29.10.2026

Fünf Minuten, die Leben retten können: Die wichtigsten Punkte für neue Crew.

Worum es geht

Gäste an Bord freuen sich auf einen schönen Tag auf dem Wasser. Viele waren noch nie auf einem Segelboot und kennen die Gefahren nicht: den schwenkenden Baum, rutschige Decks, Leinen unter Last. Als Skipper bist du für ihre Sicherheit verantwortlich. Eine kurze, klare Einweisung von etwa fünf Minuten kann Leben retten und macht den Tag für alle entspannter. Dieser Beitrag zeigt dir, was wirklich wichtig ist.

Die fünf wichtigsten Punkte

1. Rettungsweste: Anziehen, richtig einstellen, erklären, wie sie auslöst. Bei Kindern, Nichtschwimmern und bei Wind immer tragen. 2. Eine Hand für dich, eine für das Boot: Beim Gehen an Deck immer festhalten. 3. Der Baum: Er kann bei Wende oder Halse plötzlich über das Cockpit schwingen. Kopf runter, wenn das Kommando kommt. 4. Hände weg zwischen Boot und Steg sowie von Leinen und Winschen unter Last. 5. Mensch über Bord: Laut rufen, auf die Person zeigen und den Rettungsring werfen.

Wo was ist

Zeig den Gästen kurz: • Rettungsring und Wurfleine • Feuerlöscher • Erste-Hilfe-Kasten • Wo sie sich an Deck sicher aufhalten können • Wie die Toilette funktioniert, denn eine verstopfte Bordtoilette ist ein häufiger Ärger • Wo man unter Deck geht und sich festhält

Klare Kommandos

Erkläre die wenigen Kommandos, die Gäste kennen müssen: „Klar zur Wende“, „Ree“, „Achtung Baum“. Sag ihnen, was sie in diesem Moment tun sollen: sitzen bleiben, Kopf runter, nichts anfassen. Gib ihnen, wenn sie mögen, eine einfache Aufgabe, etwa eine Schot zu halten oder Fender einzuholen. Wer eine Aufgabe hat, fühlt sich wohler.

Kinder an Bord

Für Kinder gelten feste Regeln: Rettungsweste an Deck immer, nicht rennen, nicht allein an Deck gehen, und beim Anlegen im Cockpit bleiben. Erkläre die Regeln altersgerecht und lass die Kinder sie wiederholen. Ein Erwachsener ist für jedes Kind verantwortlich und weiß das auch.

Seekrankheit und Wohlbefinden

Frag nach Vorerkrankungen, Medikamenten und Neigung zu Seekrankheit. Gib Tipps: an Deck bleiben, auf den Horizont schauen, trinken, Sonnenschutz. Sorg für Schatten und Wasser. Sag den Gästen, dass sie Bescheid geben sollen, wenn ihnen unwohl ist oder sie Angst bekommen. Ein schöner Tag hängt davon ab, dass sich alle sicher fühlen.

Wenn der Skipper ausfällt

Mindestens eine weitere Person an Bord sollte wissen, wie man den Motor startet, das Boot stoppt und einen Notruf absetzt. Erkläre das kurz einer geeigneten Person. Ein Zettel mit der Anleitung für den Notruf neben dem Funkgerät hilft im Ernstfall.

Typische Fehler

• Einweisung zu lang und zu technisch. • Nur erklären, nicht zeigen. • Rettungswesten nur an Bord haben, aber nicht anpassen. • Gäste nach Gefühl einschätzen, statt nach Erfahrung zu fragen.

Unser Tipp

Halte eine Karte mit den fünf wichtigsten Punkten bereit und hänge sie gut sichtbar an den Niedergang. Mach die Einweisung im Hafen, bevor der Motor startet, wenn alle noch aufmerksam sind. Ein entspannter, aber klarer Ton zeigt den Gästen, dass sie bei dir in guten Händen sind.

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