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Auszeit vom Job

Redaktion-29.10.2026

Sabbatical, Kündigung oder Remote-Arbeit: Wie andere Segler den Absprung geschafft haben.

Worum es geht

Viele träumen von einem Jahr auf dem Boot, doch zwischen Traum und Leinen los steht meist der Job. Wie lässt sich eine lange Reise mit Arbeit, Einkommen und sozialer Absicherung vereinbaren? Es gibt mehrere Wege: Sabbatical, unbezahlter Urlaub, Kündigung oder ortsunabhängige Arbeit. Jeder hat Vor- und Nachteile. Dieser Beitrag zeigt dir die Wege, die Segler typischerweise gehen, und worauf du bei Versicherungen und Rente achten musst. Eine persönliche Beratung ersetzt er nicht.

Die Wege im Überblick

• Sabbatical: Viele Arbeitgeber bieten Modelle an, bei denen du einige Jahre mit reduziertem Gehalt arbeitest und dann eine bezahlte Auszeit nimmst. Im öffentlichen Dienst und bei großen Unternehmen sind solche Modelle verbreitet. • Unbezahlter Urlaub: Eine Freistellung ohne Gehalt, das Arbeitsverhältnis bleibt bestehen. Einen gesetzlichen Anspruch gibt es meist nicht, es ist Verhandlungssache. • Kündigung: Maximale Freiheit, aber kein Rückkehrrecht. Achte auf Folgen für Arbeitslosengeld und Versicherungen. • Ortsunabhängig arbeiten: Wer am Laptop arbeitet, kann unterwegs Geld verdienen. Das verlangt zuverlässiges Internet und Disziplin, und steuerliche sowie arbeitsrechtliche Fragen müssen geklärt sein.

Das Gespräch mit dem Arbeitgeber

Bereite dich gut vor: Wie lange willst du weg sein, wann soll es losgehen, wie wird deine Arbeit in der Zeit erledigt? Arbeitgeber sind eher offen, wenn du einen Plan für die Übergabe hast und rechtzeitig fragst, am besten ein bis zwei Jahre vorher. Halte alle Absprachen schriftlich fest: Dauer, Rückkehr, Position, Gehalt, Urlaubsansprüche, Sozialversicherung.

Versicherungen und Absicherung

• Krankenversicherung: Kläre, wie du während der Reise versichert bist. Bei einer langen Auslandsreise brauchst du meist eine passende Auslandskrankenversicherung, die auch längere Zeiträume abdeckt. Wer privat versichert ist, kann eine Anwartschaft vereinbaren, um später ohne neue Gesundheitsprüfung zurückzukommen. • Rentenversicherung: Längere Zeiten ohne Beiträge können die Rente verringern. Freiwillige Beiträge sind oft möglich. • Arbeitslosenversicherung: Wer kündigt, sollte sich vorher informieren, welche Folgen das für spätere Ansprüche hat. • Wohnsitz: Eine Abmeldung aus Deutschland hat Folgen für Steuern, Krankenversicherung und vieles mehr. Lass dich dazu beraten. Die Regeln sind komplex und hängen von deiner persönlichen Lage ab. Eine Beratung bei Krankenkasse, Rentenversicherung und gegebenenfalls einem Steuerberater lohnt sich.

Finanzen planen

Rechne nicht nur mit den Kosten unterwegs, sondern auch mit den laufenden Kosten zu Hause: Miete oder Kredit, Versicherungen, Verträge, Lagerung von Möbeln. Leg eine Reserve für unerwartete Reparaturen und die Zeit nach der Rückkehr an. Mehr dazu im Beitrag „Das Budget für die Langfahrt“. Viele vermieten ihre Wohnung oder ihr Haus unter, das muss aber mit dem Vermieter oder der Bank geklärt sein.

Der Zeitplan

• Zwei Jahre vorher: Grundsatzentscheidung, finanzielle Planung, erstes Gespräch mit dem Arbeitgeber • Ein Jahr vorher: Vertrag mit dem Arbeitgeber, Versicherungen klären, Boot vorbereiten • Sechs Monate vorher: Verträge kündigen oder ruhen lassen, Post organisieren, Wohnung klären • Drei Monate vorher: Übergabe im Job, letzte Arztbesuche, Papiere prüfen • Abreise: entspannt und ohne offene Baustellen

Typische Fehler

• Zu spät mit dem Arbeitgeber sprechen. • Krankenversicherung nicht geklärt: Ein Unfall im Ausland ohne Schutz kann sehr teuer werden. • Die Rückkehr nicht planen: Wo wohnst du, wovon lebst du die ersten Monate? • Ortsunabhängige Arbeit ohne verlässliches Internet.

Unser Tipp

Probiere vor dem großen Absprung eine längere Auszeit aus, zum Beispiel drei Monate. So merkst du, ob das Leben an Bord zu dir passt, und kannst Erfahrungen für die große Reise sammeln. Und sprich mit Menschen, die es schon gemacht haben. Ihre Erfahrungen helfen oft mehr als jeder Ratgeber.

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