Segel und Polster einlagern
Trocken, sauber und luftig: So überstehen Tuch und Polster die kalte Jahreszeit.
Worum es geht
Segel und Polster sind teuer und leiden über den Winter schnell, wenn sie feucht, schmutzig oder zusammengedrückt lagern. Stockflecken, Schimmel, Salzkristalle und Knicke verkürzen ihre Lebensdauer deutlich. Mit etwas Sorgfalt im Herbst sind sie im Frühjahr wie neu. Dieser Beitrag zeigt dir, wie du Segel und Polster richtig abschlägst, reinigst, trocknest und lagerst.
Segel abschlagen
Schlag die Segel an einem trockenen, windstillen Tag ab, möglichst bevor das Boot aus dem Wasser kommt. Bei Wind lassen sie sich schwer bändigen und können beschädigt werden. Nimm Latten aus dem Großsegel und beschrifte sie. Achte beim Abnehmen von Rollgenua und Großsegel auf Ecken, Liek und Rutscher. Hol dir Hilfe: Allein ist es mühsam.
Reinigen und trocknen
1. Segel ausbreiten, auf einer sauberen Wiese oder einem großen Hallenboden. 2. Mit Süßwasser abspülen, um Salz zu entfernen. Salz zieht Feuchtigkeit an und lässt das Tuch nie richtig trocknen. 3. Grobe Verschmutzungen mit mildem Reiniger und einer weichen Bürste lösen, keine scharfen Mittel. 4. Gründlich spülen. 5. Vollständig trocknen lassen. Ein Segel, das feucht eingepackt wird, schimmelt. In die Waschmaschine gehören Segel nicht. Hartnäckige Flecken lässt du beim Segelmacher behandeln.
Prüfen und reparieren lassen
Nutze die Gelegenheit, um die Segel zu prüfen: Nähte, Ecken, Lieken, UV-Schutzstreifen, Lattentaschen, Reffkauschen. Kleine Schäden werden im Winter günstig und ohne Zeitdruck repariert. Viele Segelmacher bieten einen Winterservice an: Reinigung, Prüfung, Reparatur und Lagerung. Bring die Segel früh, im Frühjahr ist der Andrang groß.
Richtig lagern
• Lose falten oder rollen, nicht stramm knicken. Bei Laminat- und Membransegeln besser rollen. • Knicke nicht immer an derselben Stelle • Trocken, kühl, dunkel und gut belüftet lagern • Nicht auf den Boden, sondern auf ein Regal, geschützt vor Mäusen • Im Segelsack locker, nicht gepresst Der Keller zu Hause ist nur gut, wenn er trocken ist. Ein feuchter Keller ist schlimmer als ein gut gelüftetes Boot.
Polster und Textilien
Polster, Matratzen, Kissen und Bettzeug nimmst du am besten mit nach Hause. An Bord sammeln sich im Winter Feuchtigkeit und Kondenswasser, Polster ziehen sie auf. Lass sie zu Hause gut trocknen, sauge sie ab und lagere sie stehend oder liegend in einem trockenen Raum. Bezüge kannst du nach Herstellerangabe waschen, aber nur, wenn sie danach wieder passen. Wenn Polster an Bord bleiben müssen, stelle sie hochkant, damit Luft drumherum kommt, und sorge für Lüftung.
Das Boot selbst
Wenn Segel und Polster draußen sind, sorg für Luftzirkulation an Bord: Schapps und Türen öffnen, Luken mit einem Spalt offen lassen, wenn die Abdeckung das erlaubt. Ein Luftentfeuchter oder Feuchtigkeitsfänger hilft, besonders in einer Halle. Nimm alle Lebensmittel von Bord, damit keine Tiere angelockt werden.
Typische Fehler
• Feucht einpacken: Schimmel und Stockflecken. • Mit Salz einlagern: Das Tuch bleibt klamm. • Polster an Bord lassen, ohne Lüftung. • Segel unter schweren Gegenständen lagern: Knicke und Druckstellen.
Unser Tipp
Beschrifte jeden Segelsack mit Segel, Boot und Datum der letzten Prüfung. Und mach im Herbst Fotos von Schäden, die du reparieren lassen willst. So weißt du im Frühjahr genau, was erledigt wurde.
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