Kranen und Transport ins Winterlager
Termin sichern, lose Teile abbauen und das Boot sicher auf den Bock bringen.
Worum es geht
Im Herbst wollen alle gleichzeitig aus dem Wasser. Kräne, Kranführer und Lagerplätze sind dann knapp, und ein schlecht vorbereitetes Kranen kann Rumpf, Ruder, Welle oder Antenne beschädigen. Mit früher Planung und guter Vorbereitung geht es schnell, sicher und ohne Ärger. Dieser Beitrag zeigt dir die Schritte vom Termin bis zum sicher stehenden Boot auf dem Bock.
Den Termin sichern
Buche deinen Krantermin früh, am besten schon im Sommer. Wer spät kommt, hat keine Wahl beim Termin und manchmal auch nicht beim Lagerplatz. Kläre dabei gleich: Wann genau, wer krant, wo steht das Boot danach, wird der Mast gelegt, und ist ein Abspritzen des Unterwasserschiffs möglich? Plane einen Puffer ein, denn bei Starkwind wird oft nicht gekrant.
Das Boot vorbereiten
• Segel abschlagen, möglichst bei trockenem Wetter, und mitnehmen • Lose Teile von Deck: Fender, Leinen, Bimini, Sprayhood, Sonnenschutz • Antennen, Windmesser und Windgenerator sichern oder abbauen, wenn der Mast gelegt wird • Großbaum sichern oder abbauen • Tanks nach Bedarf leeren oder, beim Diesel, eher voll lassen gegen Kondenswasser • Batterien voll laden • Lagerbock oder Lagergestell bereitstellen und prüfen, ob es zum Boot passt Lege Bootsmaße, Gewicht und Tiefgang bereit, damit der Kranführer den passenden Kran und die Gurtlänge wählt.
Die Gurte richtig setzen
Die Gurte dürfen nicht auf Welle, Propeller, Saildrive, Logge oder Echolotgeber drücken. Viele Boote haben Markierungen an Deck oder an der Bordwand, die zeigen, wo die Gurte hingehören. Hat dein Boot keine, frag die Werft oder den Hersteller und bring selbst welche an. Fotografiere die Lage der Gurte. Beim nächsten Mal weiß dann auch ein neuer Kranführer, wo sie hingehören.
Während das Boot hängt
Lass das Unterwasserschiff gleich nach dem Kranen abspritzen, solange der Bewuchs noch weich ist. Getrockneter Bewuchs ist viel schwerer zu entfernen. Nutze die Zeit im Gurt für einen Blick auf Ruder, Ruderlager, Propeller, Anoden und Kiel. Nach einer Grundberührung im Sommer siehst du jetzt, ob ein Schaden entstanden ist. Wer Anoden tauschen oder die Stellen unter den späteren Stützen streichen will, plant das für das Frühjahr beim Einkranen.
Auf dem Bock
Das Boot muss sicher auf dem Kiel stehen, das Gewicht trägt der Kiel. Die seitlichen Stützen halten das Boot nur aufrecht. Sie werden gleichmäßig angelegt, an festen Stellen am Rumpf, nicht an dünnen Bereichen oder Durchbrüchen. Prüfe die Stützen nach dem Aufbocken und während des Winters regelmäßig, besonders nach Sturm. Lockere Stützen sind eine der häufigsten Ursachen für umgefallene Boote.
Checkliste für den Krantag
• Krantermin bestätigt, Wetter geprüft • Segel und lose Teile von Bord • Gurtpositionen markiert und fotografiert • Bock oder Gestell bereit • Hochdruckreiniger oder Abspritzen organisiert • Helfer für Leinen und Stützen • Kontrolle von Ruder, Propeller, Anoden und Kiel
Typische Fehler
• Termin zu spät gebucht. • Gurte auf der Welle. • Bewuchs antrocknen lassen. • Stützen nie wieder kontrolliert.
Unser Tipp
Nimm am Krantag eine Kamera oder ein Handy mit und mach Fotos vom Unterwasserschiff, bevor es abgespritzt wird, und danach. So siehst du, wie gut dein Antifouling gewirkt hat, und kannst beim nächsten Anstrich vergleichen.
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