EPIRB oder PLB?
Notfunkbaken für Boot und Person: Unterschiede, Registrierung und Einsatz.
Worum es geht
Notfunkbaken alarmieren über Satellit die Seenotrettung und übertragen deine Position, auch weit draußen, wo kein UKW mehr reicht. Es gibt zwei Arten: die EPIRB für das Schiff und die PLB für die einzelne Person. Beide arbeiten über das internationale Satellitensystem Cospas-Sarsat auf 406 MHz. Dieser Beitrag erklärt die Unterschiede, die Registrierung und wie du die passende Bake auswählst.
Die EPIRB: Bake für das Schiff
• Fest an Bord montiert, oft in einer Halterung mit Wasserdruckauslöser, die die Bake bei einem Untergang selbst freigibt und aktiviert • Sendet das Notsignal mindestens 48 Stunden lang • Ist auf das Schiff registriert, meist mit der MMSI • Schwimmt und richtet sich auf • Gehört auf jede Yacht, die weit vor der Küste segelt Im Notfall nimmst du die EPIRB mit in die Rettungsinsel. Sie zeigt den Rettern, wo das Schiff oder die Crew ist.
Die PLB: Bake für die Person
• Klein, am Körper oder in der Rettungsweste getragen • Muss meist von Hand ausgelöst werden • Sendet meist mindestens 24 Stunden lang • Ist auf die Person registriert • Ideal für Mensch über Bord, Einhandsegler und als Ergänzung zur EPIRB Eine PLB alarmiert die Seenotrettung, nicht die Crew an Bord. Wer schnell von der eigenen Crew gefunden werden will, kombiniert sie mit einem AIS-MOB-Sender, der die Position direkt auf dem Plotter des eigenen Bootes und der Boote in der Nähe zeigt.
Welche Bake brauchst du?
• Wenn du an der Küste segelst und UKW-Reichweite hast: DSC-Funk und eventuell PLB oder AIS-MOB-Sender reichen oft. • Wenn du weiter draußen oder auf Langfahrt bist: EPIRB für das Boot, zusätzlich PLB oder AIS-MOB-Sender für jede Person auf Wache. • Wenn du einhand segelst: Eine PLB am Körper ist besonders wichtig, denn niemand an Bord bemerkt, wenn du über Bord gehst.
Registrierung
Jede Bake muss registriert werden, damit die Retter wissen, zu wem das Signal gehört, und Angehörige oder die Crew kontaktieren können. In Deutschland ist dafür die Bundesnetzagentur zuständig. Registriere die Bake vor der ersten Fahrt, gib aktuelle Notfallkontakte an und halte die Daten aktuell. Bei einem Eignerwechsel wird die Registrierung geändert. Eine nicht registrierte Bake verzögert die Rettung.
Wartung
• Batterie: Hat ein Ablaufdatum, Tausch meist beim Hersteller oder einer Servicestelle • Wasserdruckauslöser der EPIRB-Halterung: Hat ebenfalls ein Ablaufdatum • Selbsttest regelmäßig nach Herstellerangabe durchführen, nicht den echten Notruf auslösen • Halterung und Bake auf Beschädigungen prüfen
Wenn ein Fehlalarm passiert
Wird eine Bake versehentlich ausgelöst, schalte sie ab und melde den Fehlalarm sofort der zuständigen Seenotleitstelle, damit keine Rettung startet. Ein gemeldeter Fehlalarm hat in der Regel keine Folgen, ein nicht gemeldeter kann eine aufwendige Suche auslösen.
Unser Tipp
Notiere das Ablaufdatum von Batterie und Auslöser auf einem Aufkleber an der Bake und im Bordkalender. Und erkläre jeder Crew, wo die EPIRB liegt und wie man sie auslöst. Im Notfall muss das jede Person an Bord können.
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