Hell Inhalt Newsletter
Blauwassersegler .info Tipps zum Segeln
/
Anzeige Papierfrei Logo Papierfrei Postservice Post digital empfangen. Ihr digitaler Briefkasten. Mehr erfahren →
← Navigation & Kommunikation

Navigations-Apps im Test

Redaktion-29.10.2026

Welche Apps auf Tablet und Smartphone als Backup taugen.

Worum es geht

Tablets und Smartphones sind heute wertvolle Navigationshelfer an Bord, als Ergänzung zum Plotter oder als Backup. Die Auswahl an Apps ist groß, und sie unterscheiden sich stark in Kartenqualität, Funktionen und Zuverlässigkeit. Wir nennen hier keine einzelnen Produkte, denn Apps ändern sich schnell. Stattdessen zeigen wir dir, nach welchen Kriterien du selbst testest, welche App zu dir passt, und worauf du beim Einsatz an Bord achten musst.

Die wichtigsten Kriterien

• Kartenqualität: Woher kommen die Karten? Amtliche Daten oder eigene Quellen? Wie detailliert sind sie in deinem Revier? • Offline-Nutzung: Lassen sich Karten vollständig herunterladen, sodass die App ohne Internet funktioniert? Das ist auf See Pflicht. • Aktualisierung: Wie oft werden die Karten aktualisiert, und was kostet das? • Funktionen: Routenplanung, Wegpunkte, Track-Aufzeichnung, Ankeralarm, AIS-Anzeige, Gezeiten und Strom, Wetter-Overlays. • Bedienung: Lässt sich die App mit nassen Fingern und bei Sonne bedienen? • Stromverbrauch: Wie schnell leert die App den Akku? • Kosten: Einmalkauf, Abo, Kartenpakete pro Revier.

So testest du selbst

1. Lade zwei oder drei Apps mit Probeversion herunter. 2. Lade die Karten deines Reviers offline. 3. Schalte Mobilfunk und WLAN ab und prüfe, ob alles funktioniert. 4. Plane dieselbe Route in allen Apps und vergleiche: Zeigt jede die gleichen Gefahren, Tonnen und Tiefen? 5. Vergleiche die Karten an einer Stelle, die du gut kennst, etwa deinem Heimathafen. 6. Nimm die Apps auf einem Törn mit und lass sie parallel zum Plotter laufen. 7. Achte auf Akkuverbrauch und Lesbarkeit in der Sonne.

Die Hardware an Bord

Ein Tablet ist für die Navigation besser lesbar als ein Smartphone. Ein Gerät mit eingebautem GPS-Empfänger ist nötig, denn nicht alle Tablets haben einen. Wasserdichte Hüllen schützen vor Spritzwasser. Eine feste Halterung am Steuer oder Kartentisch und ein Ladekabel an Bord sind sinnvoll. Ein Gerät, das an der Sonne zu heiß wird, schaltet sich ab, deshalb Schatten einplanen.

Was Apps können und was nicht

Apps sind eine große Hilfe, ersetzen aber nicht die Grundlagen. Sie sind von Akku, GPS-Signal und Gerät abhängig. Karten können Fehler haben, besonders in abgelegenen Revieren. Sie sind kein Ersatz für einen fest eingebauten Plotter mit Anbindung an Instrumente und AIS. Und sie verführen dazu, nur auf den Bildschirm zu schauen. Nutze sie als zweites oder drittes System, mit Papierkarte und Ausguck als Basis.

Typische Fehler

• Karten nicht offline geladen: Auf See ist dann nichts zu sehen. • Nur ein Gerät: Wenn es ausfällt, ist das Backup weg. • Zu weit herausgezoomt: Details verschwinden. • Akku leer: Ein Ladekabel oder eine Powerbank gehört dazu.

Unser Tipp

Entscheide dich für eine Haupt-App und lerne sie gründlich, statt fünf Apps halb zu kennen. Installiere eine zweite auf einem anderen Gerät als Backup. Und mach vor jeder Saison einen Offline-Test im Flugmodus, bevor du dich unterwegs auf die App verlässt.

Mehr aus Navigation & Kommunikation

Briefe fliegen in die Cloud Anzeige Papierfrei LogoPapierfrei Postservice Ihre Post an Bord. Briefe online lesen, egal wo Sie sind: Karibik, Kanaren oder Südsee. Mehr erfahren →
Papierfrei Logo Anzeige Papierfrei Postservice Post digital empfangen. Ihr digitaler Briefkasten. →