Segelstiefel und Deckschuhe
Rutschfest, wasserdicht, bequem: Schuhwerk für Deck und Landgang.
Worum es geht
An Bord ist das Deck nass, schräg und bewegt sich. Barfuß rutschst du schnell aus, stößt dir Zehen an Klampen oder trittst auf Schäkel. Normale Turnschuhe haben oft eine Sohle, die auf nassem Deck kaum greift und dunkle Streifen hinterlässt. Gutes Schuhwerk ist deshalb Sicherheitsausrüstung. Dieser Beitrag zeigt dir, welche Schuhe für welche Bedingungen passen und worauf du beim Kauf achten solltest.
Was eine gute Bootsschuhsohle ausmacht
• Rutschfestigkeit auf nassem Deck: Feine Rillen oder Lamellen, die Wasser wegleiten. Die Sohle sollte weich genug sein, um sich der Fläche anzupassen. • Abriebfrei: Helle Sohlen, die keine Streifen auf dem Deck hinterlassen. • Flach und ohne grobes Profil: Grobe Stollen sammeln Steine und Dreck vom Steg und bringen sie an Bord. • Halt am Fuß: Der Schuh darf beim Arbeiten nicht vom Fuß rutschen.
Die Typen im Überblick
• Klassische Deckschuhe: Aus Leder oder Textil, leicht und bequem, für Sommer, Hafen und Landgang. Nicht wasserdicht. • Segelsneaker: Leichte, schnell trocknende Sportschuhe mit Bootssohle. Gut für warmes Wetter und Regatta. • Segelsandalen und Wasserschuhe: Für tropische Reviere und das Beiboot, mit Zehenschutz. • Kurze Segelstiefel: Wasserdicht, für Regen und Gischt auf Küstentörns. • Hohe Segelstiefel aus Gummi oder Leder: Für Hochsee, Kälte und Starkwind. Sie halten trocken, wenn das Ölzeug darüber getragen wird. Viele Segler haben zwei Paar: leichte Schuhe für gutes Wetter und Stiefel für schlechtes.
Welcher Schuh wofür?
• Wenn du im Sommer bei trockenem Wetter auf Tagestörns unterwegs bist, dann Deckschuhe oder Segelsneaker. • Wenn du in der Nord- oder Ostsee oft Regen und Gischt hast, dann kurze oder hohe Gummistiefel. • Wenn du lange Nachtwachen in Kälte fährst, dann gefütterte Lederstiefel oder Gummistiefel mit warmen Socken. • Wenn du in den Tropen segelst, dann Sandalen mit geschlossener Zehenkappe und fester Sohle.
Stiefel richtig tragen
Zieh das Ölzeug über die Stiefel, nicht hinein, sonst läuft das Wasser direkt in den Schuh. Kauf Stiefel etwas größer, damit dicke Socken passen und Luft zirkuliert. Ein herausnehmbares Fußbett lässt sich trocknen. In Gummistiefeln schwitzt man, Wollsocken oder Funktionssocken helfen. Achte darauf, dass du mit den Stiefeln im Notfall schwimmen kannst. Hohe Stiefel lassen sich im Wasser schwer ausziehen, deshalb sollten sie nicht zu eng sitzen.
Pflege
Spüle Schuhe nach dem Segeln mit Süßwasser ab und lass sie an der Luft trocknen, nicht auf der Heizung. Lederschuhe brauchen gelegentlich Pflege, damit sie nicht brüchig werden. Prüfe die Sohle regelmäßig: Ist sie glatt abgelaufen, greift sie nicht mehr. Dann ist es Zeit für ein neues Paar.
Typische Fehler
• Turnschuhe mit schwarzer Sohle: Rutschen und hinterlassen Streifen. • Schuhe, die nur am Steg getragen werden, auch an Deck: Sie bringen Sand und Steine an Bord. • Zu enge Stiefel. • Barfuß am Vorschiff: Klampen, Schäkel und Leinen sind gefährlich für die Zehen.
Unser Tipp
Probiere Bootsschuhe vor dem Kauf auf einer nassen, glatten Fläche aus, zum Beispiel einer Fliese im Laden mit etwas Wasser. Die Sohle sollte auch dann sicher greifen. Und reserviere ein Paar nur für das Boot, so bleibt das Deck sauber und die Sohle griffig.
Mehr aus Bekleidung